Unser Programm:

Das Repertoire des Chores beinhaltet bedeutende Werke der Chorsinfonik und A-Cappella-Werke verschiedenster Genres.

Auszug aus unserem Repertoir:

Chorsinfonik

  • IX. Sinfonie - Ludwig van Beethoven
  • Stabat Mater -Antonín Dvorák
  • Ein deutsches Requiem - Johannes Brahms
  • Messa da Requiem - Giuseppe Verdi
  • Requiem op. 48 - Gabriel Fauré
  • Requiem - Andrew Lloyd Webber
  • Messa Di Gloria - Giacomo Puccini
  • Messe in C - Wolfgang Amadeus Mozart
  • Messe in D - Antonín Dvorák
  • Messe solennelle - Louis Vierne
  • Die Schöpfung - Franz Joseph Haydn
  • Carmina burana - Carl Orff
  • Weihnachtsoratorium - Richard Wetz
  • Magnificat - Johann Sebastian Bach
  • Chöre aus dem Bühnenwerk von Richard Wagner
  • 42. Psalm op. 42 „Wie der Hirsch schreit“, Kantate für Sopran, gemischten Chor und Orchester - Felix Mendelssohn Bartholdy
  • Oratorio de Noël („Weihnachtsoratorium“) - Camille Saint-Saëns

 

A-cappella

  • Messe Es-Dur op. 109 "Cantus Missae" - Josef Rheinberger
  • Israelsbrünnlein - Johann Hermann Schein
  • Deutsches Magnificat - Heinrich Schütz
  • Motetten - Johannes Brahms
  • Psalmen - Felix Mendelssohn
  • Fest- und Gedenksprüche für achtstimmigen Chor - Johannes Brahms
  • 6 Klänge aus Mähren - Antonín Dvorák
  • Aus "Jiddisches Liederbuch" - Gunther Erdmann
  • viele andere zeitgenössische Werke

Verschiedenes

Für 2012 stand die Aufführung des Weihnachtsoratoriums von Richard Wetz am 2. Dezember 2012 in der Weimarhalle in Weimar sowie das Weihnachtskonzert am 2. Weihnachtsfeiertag im Erfurter Theater im Vordergrund. Unter der Leitung von George Alexander Albrecht wurde das Weihnachtsoratorium von Wetz wieder gemeinsam mit dem Dombergchor Erfurt aufgeführt. Das Weihnachtskonzert im Theater Erfurt leitete Andreas Ketelhut. Im Mittelpunkt stand neben klassischen Weihnachtsliedern die „Messa di Gloria“ von Giacomo Puccini. Beide Konzerte schlagen symbolisch den Bogen zu den Projekten 2013, denn Ostern werden wir im Erfurter Dom die Rheinberger Messe singen. Die Puccini-Messe, die am 2. Weihnachtstag 2012 auf dem Programm stand, führt uns musikalisch bereits zum großen Sommerereignis: den Erfurter Domfestspielen 2013 mit Puccinis berühmter Oper „Turandot“. Auch hier werden Mitglieder unseres Chores mitwirken können.

Das Hohelied der Liebe in der Dresdner Frauenkirche

Die Gelegenheit, an einem so besonderen Ort wie in der Dresdner Frauenkirche zu singen, sollte man nicht verstreichen lassen, ohne inhaltlich etwas Besonderes zu bieten. Am letzten Sonntag nutzte der Philharmonische Chor Erfurt diese Chance mit dem Teil seines aktuellen A-cappella-Programms, der wie für diesen so imposant wieder erstandenen Sakralbau geschaffen erscheint.

Die Sängerinnen und Sänger aus Thüringen waren dazu eingeladen, in der vollbesetzten Frauenkirche einen Gottesdienst mit Heiligem Abendmahl zu begleiten. Chordirektor Andreas Ketelhut vom Erfurter Theater hatte dazu eine wunderbare Liebeserklärung ins Programm genommen, die der in New York lebende Norweger Ola Gjeilo komponierte. Unter dem Titel „Northern Lights“ brachte dieser im Jahr 2012 die Vertonung eines Verses aus dem Hohelied der Liebe („Pulchra es amica mea“) heraus. Die Texte dieser biblischen Sammlung von Liebesgedichten werden traditionell auf die Liebe zwischen Gott und sein auserwähltes Volk bezogen, in Bezug auf die Frauenkirche kann man sie aber auch wörtlich meinen: „Meine Freundin, Du bist so schön wie Jerusalem.“

Ola Gjeilo ist für einen Komponisten noch sehr jung, will im kommenden Jahr gerade erst mal seinen 40. Geburtstag feiern. Seine Werke erfreuen sich seit einigen Jahren großer Beliebtheit und sind sogar in den Charts notiert. Nach der Norwegischen Musikhochschule in Oslo besuchte er unter anderem das Royal College of Music in London, wo mehr als 100 Jahre zuvor Charles Villiers Stanford (1852 – 1924) lehrte. Vor der Predigt erklang am Sonntag dessen „Beati quorum via“, eine Bearbeitung des ersten Verses von Psalm 119 auf Latein. Wohl denen, die im Gesetz des Herrn wandeln, heißt es da. Und die wunderbare Akustik der Frauenkirche auf diese Weise erleben, darf man nach diesem Sonntag wohl augenzwinkernd hinzufügen.

Das Schaffen Stanfords lehnt sich ein wenig an die wundervolle Tonkunst von Anton Bruckner (1824 – 1896) an, dessen „Locus iste“ zum Standard-Repertoire des Philharmonischen Chors gehört. Und auch hier passte der Text perfekt zum Auftrittsort. Denn man könnte ja wirklich meinen, dass die Inspiration für dieses Bauwerk einfach nicht von dieser Welt sein kann.

Und neben all dem Norwegischen, Englischen und Österreichischen hatten die Erfurter für ihre Dresdner Gastgeber natürlich auch noch etwas aus ihrer Heimat im Gepäck. Das für Sopran, Alt, Tenor und zwei Bass-Stimmen komponierte „Nachtlied“ von Max Reger (1873-1916) entstand 1914 in Meiningen, passende Begleitung für die Ausspendung des Abendmahls am Ende des Gottesdienstes.

Torsten Stahlberg